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Steuerberatung
„Die Veränderungen im Steuerrecht machen den Berufsalltag dynamisch und herausfordernd“

Manche Branchen brauchen in der beruflichen Orientierung den zweiten Blick der Schülerinnen und Schüler, um ihre ganze Attraktivität zu entfalten. Darunter fällt zum Beispiel die Steuerberatung. Wir fragten nach bei Beate Gladbach von der Steuerberaterkanzlei Gladbach und Peter Geirhos, Vizepräsident der Steuerberaterkammer München.

Frau Gladbach, Sie hatten im Gegensatz zu vielen Schüler: innen in Ihrem Berufsleben ausreichend Möglichkeit, über eine längere Zeit die Vorzüge eines steuerberatenden Berufes kennenzulernen. Welche sind das? Was macht den Beruf Ihrer Meinung nach spannend?

Beate Gladbach: Die Steuerberatung ist ein vielfältiger und anspruchsvoller Beruf. Wir haben die Möglichkeit, Mandanten in steuerlichen Angelegenheiten zu beraten, steueroptimierte Strukturen zu gestalten und vor Finanzbehörden zu vertreten. Die ständigen Veränderungen im Steuerrecht machen den Berufsalltag dynamisch und herausfordernd. Wenn Schüler Veränderungen lieben, ist der Beruf genau richtig für sie! Der Mandantenkontakt und die Verantwortung für deren finanzielle Angelegenheiten verleihen dem Beruf Bedeutung und Erfüllung. Die Karrieremöglichkeiten sind vielfältig und die hohe Nachfrage nach qualifizierten Steuerberatern bietet gute Beschäftigungsaussichten.

Herr Geirhos, auf den Online-Seiten der Steuerberaterkammer München findet sich im Bereich Ausbildung ein interessanter Satz, er lautet: „Der Karriere sind keine Grenzen gesetzt!“ Wie ist das gemeint?

Peter Geirhos: Wir kennen es von den Freien Berufen wie zum Beispiel den Ärzten oder Rechtsanwälten, die zwingend studieren müssen, um zum Examen zugelassen zu werden. Wer zum Beispiel eine Ausbildung zur oder zum Rechtsanwaltsfachangestellten macht, kann ohne Studium niemals Rechtsanwalt werden. In unserem Beruf ist das anders: Wer eine entsprechende Ausbildung und die erforderliche Praxis nachweisen kann, kann Steuerberater werden und eben – ganz nach oben kommen – ohne Studium. Grenzen sind hier also keine gesetzt.

Für viele Menschen ist das zweite Argument, das wir online gefunden haben, auch ganz wichtig, weil es die Arbeitsplatzsicherheit betrifft: „Steuern wird es immer geben“. Ist das so? Immer mehr Menschen geben ihre Erklärung doch schon selbst online ab.

Beate Gladbach: Das ist auch gut so, dass die Abgabe der Steuererklärung erleichtert wurde und so vom Steuerpflichtigen selbst übernommen werden kann. Wir lieben auch die Erstellung der privaten Steuererklärungen. Allerdings liebe ich mehr den Beratungsaspekt, weil das auf die Zukunft gerichtet ist. Und Steuern werden sicherlich nicht abgeschafft! Ich arbeite fast 40 Jahre in dem Beruf – da wurde schon viel gesprochen aber keine wirklichen Abschaffungen entschieden.

An wen können sich Lehrer:innen wenden, wenn sie mal eine oder einen Steuerberater:in an die Schule holen wollen, um etwas über den Beruf zu erzählen?

Beate Gladbach: Hier in Bayern ist die Steuerberaterkammer München oder Nürnberg der richtige Ansprechpartner. Sie kennt Mitglieder der Prüfungsausschüsse, die gerne die Vorstellung des Berufs übernehmen.

Peter Geirhos: Ganz richtig. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiter der Steuerberaterkammer München oder meine Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand. Wir haben für jeden nicht nur eine offene Türe, sondern auch ein offenes Ohr.

Beate Gladbach: An dieser Stelle sei noch vermerkt, dass ich auch sehr gerne die Standbetreuung bei Messen übernehme. Ich freue mich immer, wenn ich aus dem verstaubten Image eine wirkliche 180-Grad-Drehung erreiche und den Beruf von seiner lebhaften Seite aufzeige.

Hier finden Sie weitere Informationen der Steuerberaterkammer München.

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