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Studierende bei EDEKA Südbayern
„Die Einblicke in das Unternehmen sind unschlagbar wertvoll“

Ein duales Studium bietet die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren und gleichzeitig zu studieren. Welche Vor- und Nachteile bringt das mit sich? Wir haben uns mit drei Studierenden unterhalten, die bei EDEKA Südbayern mit dieser Studienform viele Erfahrungen gesammelt haben.

Atanas Chernaev – Student der Betriebswirtschaft

„Mit dem richtigen Maß an Motivation ist es zweifellos für alle anegehenden Student:innen „locker“ machbar“

Herr Chernaev, es gibt bei EDEKA Südbayern die Möglichkeit, BWL mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten dual zu studieren. Sie haben sich für die Richtung „Handel“ entschieden, warum?

Die Entscheidung für den Schwerpunkt Handel im BWL-Studium bei EDEKA war für mich eine logische Wahl. Der Handel ist eine äußerst dynamische Branche, die viele spannende Herausforderungen und Chancen bietet. Die Branche bietet eine breite Palette von Karrieremöglichkeiten und eine (meiner Meinung nach) fundamentale Stabilität. Dazu ist EDEKA nationaler Marktführer im Lebensmitteleinzelhandel. Als angehender Bachelor fand ich es reizvoll, in einem Unternehmen wie Edeka lernen zu dürfen und dabei Theorie und Praxis zu vergleichen.

Wie läuft bei Ihnen der Wechsel zwischen Theorie und Praxis? Und wie anstrengend ist für Sie der ständige Wechsel?

Mein Studium ist in Theorie- und Praxisphasen aufgeteilt. Diese wechseln sich im drei-Monats-Takt ab. Ich habe das Studium im Oktober 2020 mit der ersten Theoriephase angefangen. Diese endete im Dezember 2020. Die nächste Phase war praktisch und wurde im Zeitraum von Januar bis März 2021 durchgeführt. Nach diesem Muster haben sich die Phasen bis zum Ende meines Studiums durchgezogen. Um ehrlich zu sein, freuen ich mich auf die sesshaftere Lebensweise nach dem Studium. Die häufigen Umzüge waren mit Aufwand verbunden und das sollte man sich bewusst machen, wenn man eine duales Studium beginnt, bei dem Uni und Betrieb räumlich weit auseinander liegen. Jedoch würde ich den Aufwand jederzeit wieder auf mich nehmen, da das duale System sehr viele Vorteile mit sich bringt.

Würden Sie sagen, dass Sie ein duales Studium ohne Einschränkung empfehlen können? Oder gibt es doch Haken?

Ich würde es jedem herzlich empfehlen, ein duales Studium zu machen. Es bietet zweifellos viele Vorteile, darunter die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in einem Unternehmen zu sammeln, während man gleichzeitig die Theorie studiert. Dadurch wird das Verständnis für die Branche erheblich gestärkt. Dies kann die Berufsaussichten erheblich verbessern und oft zu einem schnelleren Einstieg in das Berufsleben führen. Ein duales Studium erfordert ein hohes Maß an Engagement und Zeitmanagement, da man sowohl im Unternehmen als auch an der Hochschule gefordert ist. Es kann herausfordernd sein, Arbeit und Studium zu balancieren, und es erfordert eine gewisse Flexibilität und Selbstorganisation. Doch mit dem richtigen Maß an Motivation, ist es zweifellos für alle angehenden Student:innen „locker“ machbar.

Lynn Loska – Studentin der Betriebswirtschaft

„Unschlagbar wertvoll sind die Einblicke in das gesamte Unternehmen“

Frau Loska, es gibt bei EDEKA Südbayern  die Möglichkeit, BWL mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten dual zu studieren. Sie haben sich für die Richtung „Handel“ entschieden, warum?

Als ich mich 2019 über die Möglichkeiten für ein duales Studium bei EDEKA Südbayern auf der Website informiert habe, gab es in Südbayern für die Studiengänge Großhandel/Verwaltung (BWL Handel), Business Administration sowie einen IT-geprägten dualen Studiengang. Ich habe mich für den Studiengang Handel entschieden, weil es mir wichtig war, einen möglichst breiten Einblick in unterschiedliche Unternehmensbereiche eines Konzerns zu bekommen, um mich zum betriebswirtschaftlichen Allround-Talent zu qualifizieren. Dadurch wird die Grundlage geschaffen, sich auf die ständig wandelnden Arbeitswelt vorzubereiten und universell in verschiedenen Abteilungen und Unternehmen in Managementfunktionen eingesetzt zu werden. Aktuell habe ich gesehen, dass es meinen Studiengang zum Allrounder so nicht mehr gibt, sondern dass man sich beim BWL-Handelsstudium bereits im Vorhinein für einen Schwerpunkt wie Einkauf, Logistik, Vertrieb/Personal, Digital Business (IT) in der Zentrale oder als Marktleitung in einem EDEKA Supermarkt entscheiden muss, was die zukünftigen Karrieremöglichkeiten einschränkt.

Wie läuft bei Ihnen der Wechsel zwischen Theorie und Praxis? Und wie anstrengend ist für Sie der ständige Wechsel?

Generell sind die Theorie- und Praxisphasen so eingeteilt, dass man jeweils ca. drei Monate in der Hochschule und die anschließenden drei Monate im Unternehmen eine Abteilung durchläuft. Die Zeiträume der Phasen sind vorab bekannt. Wenn der Studienort und der Arbeitsplatz nicht in der Nähe sind (z.B. Stuttgart und Gaimersheim), benötigt man zwei Unterkünfte. Ein Großteil des monatlichen Gehalts wird somit für (doppelte) Miete fällig. Der ständige Wechsel erfordert eine gute administrative und logistische Planung. Ein eigenes Auto ist daher unverzichtbar. Des Weiteren ist der Wechsel von der Theorie in die Praxis immer sehr eng getaktet, d.h. oft schreibe ich freitags die letzte Klausur vor Ort in der Hochschule in Stuttgart, muss nachmittags mein Zimmer übergeben, alles für den Umzug zurück nach Gaimersheim packen und zurückfahren. Montags geht es dann direkt um 7 Uhr im Büro weiter. Die Umzugswochenenden sind daher immer sehr stressig.

Würden Sie sagen, dass Sie ein duales Studium ohne Einschränkung empfehlen können? Oder gibt es doch Haken?

Ein duales Studium ist nur etwas für sehr disziplinierte und leistungsbereite Studenten, die bereit sind, auf den Großteil ihrer Freizeit zu verzichten. Ab dem zweiten Semester musste man während der Praxisphasen zusätzlich zu der Arbeit in den Abteilungen wissenschaftliche Arbeiten für die Hochschule verfassen. Bei EDEKA war es so, dass vorgegeben wurde, diese Arbeiten nach der Arbeitszeit zuhause, am Wochenende und im Urlaub zu erledigen. Von Studienkommilitonen weiß ich, dass diesen während der Arbeitszeit Freiräume zur Bearbeitung dieser Aufgaben gegeben wurden, wie es eigentlich laut Hochschule vorgesehen ist, gemäß §4 (4) der Satzung für die Eignungsvoraussetzungen und das Zulassungsverfahren von Dualen Partnern für ein Bachelorstudium im Fachbereich Wirtschaft der DHBW. Man muss auch bedenken, dass man nicht wie bei einem normalen Studium Semesterferien, sondern eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen (20 Tage bei EDEKA) hat, die ausschließlich während der Praxisphasen genommen werden können. Ein Großteil meiner Urlaubstage musste ich verwenden, um meine wissenschaftlichen Arbeiten, Ablaufberichte und Feedback-bögen zu erstellen. Natürlich ist der finanzielle Anreiz eines dualen Studiums interessant, aber man muss bedenken, dass das Geld für regelmäßige Reisekosten und ggf. zwei Mieten und doppelte Haushaltsführung verbraucht wird. Kommilitonen haben teilweise Zweit- und Drittjobs, um finanziell über die Runden zu kommen. Positiv zu bewerten ist, dass für das duale Studium 210 ETCS anstelle von 180 ETCS für ein „normales“ Bachelorstudium vergeben werden. Unschlagbar wertvoll sind die Einblicke in das gesamte Unternehmen und die Arbeitserfahrungen in jeder Praxisphase. Damit kann man sich bereits während des Studiums ein berufliches Netzwerk mit Kollegen und unterschiedlichen Vorgesetzten aufbauen.

Veronika Stemmer – Studentin der Wirtschaftsinformatik

„Dual studieren bedeutet nicht, dass das Studentenleben auf der Strecke bleiben muss!“

Frau Stemmer, wie läuft der Wechsel zwischen Ihrer Arbeit bei EDEKA Südbayern und dem Studium an der Technischen Hochschule Ingolstadt ganz konkret ab? In welchem Rhythmus wechseln Sie?

Grundsätzlich bin ich an vorlesungsfreien Tagen in der Firma präsent, sowie während der Semesterferien und während meines Praxissemesters. Der genaue Rhythmus variiert je nach Semester und wird in Absprache mit meiner zuständigen Abteilung festgelegt. So kann ich sicherstellen, dass ich sowohl meinem Studium als auch meinem Job bei EDEKA Südbayern gerecht werden kann.

Ich nehme einmal an, dass Sie auch in der Firma dort eingesetzt werden, wo es um Informatik geht. Was machen Sie dann konkret?

Ich bin in der Abteilung IT Querschnitt eingesetzt und mitunter verantwortlich für die Benutzerverwaltung in den verschiedenen IT-Systemen von EDEKA. Dazu gehört auch den Second Level Support, ein wichtiger Part im Kundenservice. Wir unterstützen Kunden und Kollegen bei Problemen mit den IT-Systemen. Zudem darf ich bei dem großen Projekt „Migration SAP auf S4/HANA“ unterstützen, im speziellen im Thema Rollen und Berechtigungen. SAP ist ein Anwendungssystem, dass EDEKA die Steuerung von Geschäftsprozessen, effektive Datenverarbeitung und Verwaltung von Ressourcen ermöglicht. Mit der Umstellung auf die neuste Generation der Software profitiert EDEKA durch bessere Performance, höhere Flexibilität und eine bessere Benutzerfreundlichkeit. Rollen und Berechtigungen sind von entscheidender Bedeutung, um die Sicherheit, Compliance und Effizienz für die User des Systems zu gewährleisten.

Würden Sie sagen, dass Sie ein duales Studium ohne Einschränkung empfehlen können? Oder gibt es doch Haken?

Sicherlich bedeutet ein Duales Studium einen höheren Arbeitsaufwand als ein Vollzeitstudium und auch zusätzliche Herausforderungen durch die Übernahme von Verantwortung im Unternehmen. Aber ein Duales Studium bietet für mich die perfekte Kombination der theoretischen Hochschulbildung und praktischer Berufserfahrung. Theoretisch gelerntes aus den Vorlesungen kann ich direkt im Unternehmen umsetzten. Zudem habe ich die Möglichkeit im Unternehmen wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln und mit erfahrenen Fachleuten Kontakte zu knüpfen und so meine Kenntnisse und Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Ich sehe auch den finanziellen Aspekt als Vorteil, denn die regelmäßige Vergütung bedeutet für mich eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit. Alles in allem kann ich ein Duales Studium jedem empfehlen, der Interesse an der Arbeitswelt hat, motiviert und eigenständig ist und Freude an neuen Herausforderungen hat. Und keine Sorge, Dual studieren bedeutet nicht, dass das „Studentenleben“ auf der Strecke bleiben muss.

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