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Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG
Das besondere Ausbildungsprojekt bei Vetter

Die Ausbilder Dennis Lieb und Martin Meisterhans betreuen bei Vetter in Ravensburg angehende Maschinen- und Anlagenführer mit einem einzigartigen agilen Konzept: Auszubildende entwickeln ab dem ersten Lehrjahr ihr eigenes Produkt. Ein Bericht aus der Praxis.

Wenn Maschinen- und Anlagenführerazubis bei Vetter von „dem Projekt“ sprechen, schwingt oft eine große Portion Faszination und Stolz mit. Denn bereits im ersten Lehrjahr entwickeln sie ein eigenes Produkt und übernehmen Verantwortung in einer Rolle, die sie sich selbst aussuchen.

Macht Vetter jetzt auch Feuerzeuge? „In diesem Jahr schon“, grinst Ausbilder Dennis Lieb. „Im letzten Jahr war es eine Saftpresse.“ Die zweijährige Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer vermittelt im ersten Jahr die Grundlagen der Metallverarbeitung. Das beginnt mit einem zweimonatigen Basiskurs. In den restlichen zehn Monaten steht dann das Jahresprojekt im Mittelpunkt. Über Projektauswahl und -planung entscheidet dabei das Azubiteam alleine. Die Ausbilder stellen nur sicher, dass Projekt, Lehrplan und vorhandene Maschinen zueinander passen.

Jeder Morgen beginnt mit einem Stand-up-Meeting. Die Ausbilder fragen in die Runde: „Was steht an? Wer macht was?“ Sie geben Feedback zu ersten Skizzen, Prototypen am 3-D-Drucker oder stehen für Fragen zum Drehen, Fräsen, Bohren und Feilen bereit. Durch die freie Arbeit am Projekt lernen die Berufsstarter, wie sie ihre Fähigkeiten im Team am besten einbringen.

Learning by doing ist immer noch das beste Learning!

„Dabei geht es weniger um das Was“, erklärt Dennis Lieb das Konzept. „Es geht darum, etwas zu planen, wovon man keine Ahnung hat. Man muss sich erst mal überwinden, loslegen, seinen Platz in der Gruppe finden, ein Stück weit auch sein eigener Lehrmeister sein. Das treibt an und kickt das Ego.“

Lust und Frust: Lernen mit Aha-Effekt

„Dazu gehört es auch, Frust auszuhalten“, weiß Martin Meisterhans. „Manchmal muss man eben neue Wege finden und einst für gut befundende Konzepte wieder verwerfen. Das entscheiden aber nicht wir, sondern die Azubis selbst. Das offene Ausbildungssystem fördert das Zwischenmenschliche. Man lernt, mit offenen Karten zu spielen und für seine Ideen geradezustehen. Und das Wichtigste: Man lernt zum vielleicht ersten Mal, was man im Berufsleben erreichen will und was nicht.“

Jeder Auszubildende findet seine Rolle

„Am Anfang habe ich mich damit beschäftigt, das Projekt zu organisieren, die Ideen aller Azubis zusammenzuführen und zur Abstimmung zu stellen, sagt Azubi Samuel Kraus. Im weiteren Verlauf des Projekts habe ich über Lösungsansätze für auftretende Probleme wie die Frage der Dichtheit der Acrylglasscheiben nachgedacht und überlegt, wie wir die Teile fertigen müssen, um eine so einfache Montage wie möglich zu erreichen und trotzdem die Dichtheit des Feuerzeugs zu gewährleisten. Am Ende war es ein sehr gelungenes Projekt, an dem die ganze Gruppe mit Herzblut und Freude gearbeitet hat. Und es macht einfach Spaß zu sehen, wie jeder Tag für Tag sein Bestes gibt, um ein erfolgreiches und exklusives Projekt zu gestalten.“

vetter-pharma.com/ausbildung

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