
ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH
“Plötzlich lag mehr Verantwortung in meinen Händen”
Die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH ist mit 86 Zügen, 1.790 Streckenkilometern auf 17 Linien und jährlich 33 Millionen Fahrgästen die größte private Eisenbahn im Osten Deutschlands. Zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft ODIG beschäftigt sie ca. 995 Mitarbeiter/-innen und legt großen Wert auf Nachwuchsförderung. Die drei ehemaligen Azubis Tim, Fabian und Shanice berichten über ihre Erfahrungen.
Tim begann 2020 seine Berufsausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst – Lokführer und Transport. Heute fährt er als ausgebildeter Triebfahrzeugführer auf den Regionallinien der ODEG in Berlin und Brandenburg.

Fabian absolvierte 2023 seine Berufsausbildung zum Mechatroniker in unserer Werkstatt und wurde er fest bei der ODIG-Instandhaltung, der 100%igen Tochter der ODEG in Eberswalde übernommen. Heute sorgt er mit seiner Expertise für die Sicherheit und Qualität der ODEG-Züge.

Shanice absolvierte von 2020 bis 2023 ihre Berufsausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau bei der ODEG. In ihrer heutigen Rolle als Junior HR Generalist steht sie als Ansprechpartnerin für sämtliche Personalthemen zur Verfügung.

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, unsere Fragen zu beantworten. Als erstes würden wir gerne wissen, warum ihr euch für eine Ausbildung bei der ODEG und ODIG entschieden habt?
Tim: Ich bin mehrere Jahre mit dem Zug zur Schule gefahren und mit der Zeit habe ich mich immer mehr dafür interessiert, wie es hinter den Kulissen abläuft. Nachdem ich einiges dazu recherchiert habe, war mein Interesse geweckt. Als meine Entscheidung für den Beruf als Eisenbahner endgültig war, habe ich verschiedene Unternehmen miteinander verglichen. Die ODEG hat mir dabei in verschiedenen Punkten besonders gut zugesagt und habe mich 2020 als Auszubildende beworben.
Fabian: Ich wollte schon immer etwas Handwerkliches machen, selbst in meiner Freizeit habe ich an meiner Simson geschraubt. Deshalb hat mich die Ausbildung zum Mechatroniker sehr interessiert. Letztendlich habe ich mich entschieden, diese Ausbildung bei der ODIG zu absolvieren, da sie einen zukunfts- und krisensicheren Arbeitsplatz bietet.
Shanice: Ich habe mich für den Beruf der Personaldienstleistungskauffrau entschieden, weil ich die Arbeit mit Menschen liebe und es spannend finde, Unternehmen und Bewerber erfolgreich zusammenzubringen. Und da die ODEG mir die Möglichkeit bietet, in einem zukunftsorientierten und stabilen Unternehmen zu arbeiten, das nicht nur seine Fahrgäste, sondern auch seine Mitarbeitenden langfristig unterstützt, habe ich mich entschieden meine Ausbildung bei dem Unternehmen zu absolvieren.
Wie habt ihr den Wechsel von Azubi zu Fachkraft nach eurer Ausbildung erlebt?
Tim: Es war aufregend und zunächst ungewohnt allein unterwegs zu sein und niemanden bei sich zu haben, der einem immer zur Seite steht. Nach ein paar Schichten verging aber dieses Gefühl, da man mit dem Wissen aus der Ausbildung und den Ratschlägen seines Praxisausbilders wirklich gut auf diesen Übergang vorbereitet wurde und so auch genügend Übung hatte, um sicher und selbstbewusst allein zu agieren.
Fabian: Der Wechsel von Azubi zur Fachkraft war für mich relativ einfach. Das lag einerseits an meiner Ausbildung, da ich bereits gut in die Arbeiten am Zug eingearbeitet war und auch während der Ausbildung viele Praxiserfahrungen sammeln konnte. Anderseits kannte ich bereits das Team in der Werkstatt.
Shanice: Ich empfand den Wechsel vom Azubi zur Fachkraft als einen sehr motivierenden und zugleich herausfordernden Schritt. Plötzlich lag mehr Verantwortung in meinen Händen und ich wurde in Entscheidungsprozesse eingebunden, was mir das Gefühl gab, wirklich Teil des Teams zu sein. Zugleich merkte ich, wie sich meine fachlichen Fähigkeiten weiter festigten.
Was gefällt euch am meisten an eurem Job und welche Aufgaben macht ihr am liebsten?
Tim: Am meisten gefällt mir die Abwechslung. Jede Strecke und jedes Fahrzeug haben seine besonderen Eigenheiten, auf die man achten muss. Auch die Freiheit, die durch den Schichtdienst kommt, gefällt mir persönlich sehr gut. Dazu ist es einfach ein besonderes Erlebnis eine schöne Strecke bei gutem Wetter entlangzufahren. Am liebsten mache ich Leer-/ Überführungsfahrten, da man dabei meist Strecken sieht, die man sonst nicht so oft befährt.
Fabian: Auch mir gefällt am meisten an meinem Job als Mechatroniker die Abwechslung – jeder Tag ist anders, was den Beruf immer spannend und interessant macht. Besonders interessant finde ich die Störungssuche bei einem Fehler am Zug. Dabei kann man immer viel dazulernen und weitere wertvolle Erfahrungen sammeln.
Shanice: Ich kann mich nur meinen Kollegen anschließen: Kein Tag gleicht dem anderen und ich werde täglich vor neue Herausforderungen gestellt. Das sorgt für meine kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung. Am liebsten bearbeite ich alle Aufgaben rund um das Vertragswesen und das Onboarding neuer Kolleginnen und Kollegen. Zudem schätze ich mein Team sehr. Wir führen einen offenen Austausch und unterstützen uns gegenseitig – deshalb komme ich jeden Tag gerne zur Arbeit.
Last but not least: Habt ihr noch einen kurzen Tipp für jemanden, der/die dieselbe Ausbildung machen möchte?
Tim: Immer dranbleiben, lernen und das Berichtsheft nicht vergessen!
Fabian: Mein Tipp wäre, ein gutes technisches Verständnis mitzubringen sowie gute Kenntnisse in Mathe und Physik zu besitzen.
Shanice: Sei neugierig und strukturiert – zwei Eigenschaften, die dir in dieser Ausbildung enorm helfen. Und scheue dich nicht, aktiv auf Kolleg/-innen zuzugehen und Fragen zu stellen.
Wir danken euch allen für das angenehme Gespräch!