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Infos zu Praktika auf praktika-berufsorientierung.de
“Traut euch, bei Unternehmen nach einem Praktikum zu fragen”

Praktika waren schon immer eine gute Wahl, wenn junge Menschen Praxiserfahrung und gute Ideen für einen beruflichen Weg sammeln wollten. Auch für die Arbeitgeber sind Praktika ein wirksames Mittel, um potentielle Nachwuchskräfte zu finden. Die Bundesagentur für Arbeit und die Initiative SCHULEWIRTSCHAFT, die auf Bundesebene von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) getragen wird, haben jetzt eine Internetseite veröffentlicht, die sehr übersichtlich alle Praktika-Varianten vorstellt und auf die jeweiligen Besonderheiten hinweist. Zu den Hintergründen befragten wir Alice Braun, sie ist bei der BDA im Bereich Bildung tätig.

Frau Braun, wie kam es zu der Idee für die Seite praktika-berufsorientierung.de?

Uns erreichen immer wieder Fragen von Unternehmen zum Thema Praktikum – wie ist das mit der Versicherung? Was ist jetzt wieder dieses Berufsorientierungspraktikum und was ist daran anders als beim Schülerbetriebspraktikum…? Und auf der Seite der Jugendlichen, ihrer Eltern und der Lehrkräfte habe ich dieselben Unsicherheiten wahrgenommen. Junge Menschen, die ein Praktikum machen möchten und zögern, ob sie das überhaupt dürfen, was sie beachten müssen und und und… Die Antworten auf diese Fragen online zu finden, war aber unheimlich umständlich, das ist meine eigene Erfahrung. Jede Info musste man sich woanders zusammensuchen. Das wollten wir ändern.

Direkt auf der ersten Seite von praktika-berufsorientierung.de steht rechts eine Zahl, die für sich spricht. Bald zwei Drittel aller Unternehmen finden Ihre Azubis demnach über Praktika. Dennoch gibt es auf vielen Karriereseiten keine Hinweise auf Praktika-Angebote. Müssen die Unternehmen bei der Bewerbung der Plätze noch nachlegen?

Viele Unternehmen sind hier schon sehr gut aufgestellt, aber natürlich ist immer noch Luft nach oben. Die Zielgruppe – Jugendliche bzw. potenzielle Bewerber:innen müssen sich in einem Dschungel von Angeboten zurechtfinden. Ob ein Praktikum möglich ist und wie man sich am besten dafür bewirbt, sollten Unternehmen daher deutlich im Karriere Bereich der Unternehmensseite darstellen. Am besten wird auch in Ausbildungsstellenanzeigen ein Hinweis aufgenommen, wenn Praktika möglich sind.

Die neue Homepage ist in erster Linie eine Serviceseite. Man erfährt, welche Art Praktika es gibt und was es zu beachten gibt, etwa bei den Themen Versicherung oder Vertragsgestaltung. Wem dient die Seite in erster Linie? Den Suchenden oder den Unternehmen?

Ganz klar: beiden. Zielgruppe sind Jugendliche, Eltern, Lehr- und Berufsberatungsfachkräfte, genauso wie Unternehmen. Denn ein Praktikum gelingt dann am besten, wenn alle zusammenarbeiten, informiert sind und unterstützen.

Welchen Tipp haben Sie, was die Suche nach einem Praktikum betrifft? Gerade weil sie so wichtig sind für den Kontakt zu den Arbeitgebern, sollte ja nicht das nächstbeste Praktikum angenommen werden, es muss ja schon irgendwie passen.

Ich hätte zwei Tipps: Erstens in Richtung Jugendliche: Traut euch, bei Unternehmen, die euch interessieren, nach einem Praktikum zu fragen. Im Zweifelsfall persönlich vor Ort. Ich kenne viele Beispiele, bei denen das geklappt hat – auch, wenn vielleicht erstmal nicht offensichtlich Praktikumsplätze angeboten wurden. Zweitens: Die Bundesagentur für Arbeit hat eine neue Seite gelauncht, auf der bundesweite und lokale Praktikumsbörsen zu finden sind: https://www.arbeitsagentur.de/bildung/praktikum Für beide Seiten gilt: es lohnt sich, sich hier mal umzuschauen.

Vielen Dank für das Gespräch!

www.praktika-berufsorientierung.de

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