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IHK-Ausbildungs-Datenbank aus Trier
„Der Ausbildungungsatlas ist für uns ein Herzensprojekt“

Die 79 Industrie- und Handelskammern fördern nicht nur die lokale Wirtschaft in ihrem Kammerbezirk, sondern engagieren sich auch bei der beruflichen Orientierung. Dazu gehört auch, den Schulabgänger*innen eine Übersicht über freie Ausbildungsplätze anzubieten. Neben der neuen Plattform meine-ausbildung-in-deutschland.de gibt es in vielen IHK-Bezirken eine Lösung, die von der IHK Trier entwickelt wurde. Wir sprachen mit Thomas Mersch, er leitet den Bereich der Ausbildungsberatung.

Herr Mersch, Sie haben seit Jahren in Trier den Ausbildungsatlas am Start, also Ihre eigene IT-Lösung. Inzwischen nutzen auch viele andere IHKs Ihre Software, wie kam es dazu?

Den Ausbildungsatlas gibt es bei uns tatsächlich schon sehr lange – ursprünglich als klassisches Druckexemplar und das seit über 40 Jahren. 2019 haben wir uns dann bewusst damit beschäftigt, wie wir dieses bewährte Instrument weiterentwickeln können. Ziel war es, den Ausbildungsatlas für Schüler*innen und Ausbildungsplatzinteressierte einfacher zugänglich zu machen. So ist aus dem gedruckten Atlas ein moderner, zielgruppengerechter Online‑Auftritt entstanden, der Orientierung bietet und Ausbildungsangebote übersichtlich darstellt. Mit inzwischen über 400.000 Seitenaufrufen pro Monat hat es sich bundesweit zu einem der stärksten Portale entwickelt, und darauf wurden nun auch viele andere IHKs aufmerksam.

Nun wurde vor einiger Zeit die vom Dachverband angebotene Lehrstellenbörse eingestampft und das Portal „Meine Ausbildung in Deutschland“ (Link unten) online geschaltet. Ist das so gewollt, dass die IHKs unterschiedliche Portale nutzen?

Der Fokus auf dem Ausbildungsatlas liegt für uns darauf, Ausbildungsangebote gebündelt in einem Portal darzustellen. Angezeigt werden ausschließlich ausbildungsberechtigte Unternehmen mit entsprechender Zulassung. Diese Angebote werden zudem mit den Stellen der führenden Ausbildungsportale in Deutschland verknüpft, sodass Jugendliche einen umfassenden und verlässlichen Überblick erhalten. „Meine Ausbildung in Deutschland“ ist in einer besonderen Situation durch die Abschaltung der früheren IHK‑Lehrstellenbörse entstanden und kann aus unserer Sicht gut als Ergänzung dienen. Das vollständige und qualitätsgesicherte Gesamtangebot findet sich jedoch im Ausbildungsatlas.

Was fanden die Kolleg*innen anderer IHKs denn an Ihrer Lösung so gut?

Viele schätzen vor allem, dass sie auf eine Lösung zurückgreifen können, die bereits funktioniert und nicht erst neu konzipiert werden muss. Die technischen Schnittstellen zu den Systemdienstleistern sind vollständig eingerichtet, was den Einstieg deutlich erleichtert. Der Ausbildungsatlas ist durch unsere langjährige Erfahrung in der Berufsbildung entwickelt worden. Genau diese Kombination aus erprobter Technik, gemeinsam genutztem Know-how und praxisnaher Weiterentwicklung macht die Lösung für viele IHKs sehr attraktiv.

Sie haben auch ein Tool namens “BerufePilot” auf Ihrer Seite, was steckt dahinter?

Einiges! (lacht) Der BerufePilot ist ein niedrigschwelliger Einstieg in die Berufsorientierung. Er funktioniert ohne Registrierung, ist kurzweilig aufgebaut und lässt sich deshalb sehr gut im Berufsorientierungsunterricht einsetzen. Anhand der Interessen und Fähigkeiten bekommen Jugendliche passende Ausbildungsberufe angezeigt, die zu ihnen passen. So erhalten sie schnell eine erste Orientierung und können sich direkt die passenden Ausbildungsbetriebe im Ausbildungsatlas anzeigen lassen.

Wird das Leben eigentlich komplizierter, wenn man plötzlich zum Dienstleister für andere IHKs wird? Da liegt doch einiges an Verantwortung auf den Schultern in Trier, oder?

Der Ausbildungsatlas ist für uns ganz klar ein Herzensprojekt. Es ist unser Baby – und gleichzeitig ein Angebot, von dem jede beteiligte IHK profitieren kann. Uns war von Anfang an wichtig, etwas aufzubauen, das in der Praxis funktioniert und einen echten Mehrwert für alle Beteiligten bietet. Natürlich steckt darin sehr viel Arbeit, die bei allen Beteiligten zusätzlich zum Tagesgeschäft anfällt. Und ja, das hört nicht immer um 17:00 Uhr auf. Natürlich ist es eine große Verantwortung, diesen Service für so viele IHKs anbieten zu dürfen. Aktuell sind über 50.000 Ausbildungsunternehmen mit ihren Einträgen enthalten, die gepflegt, geprüft und administriert werden müssen. Mit dieser Verantwortung können wir gut umgehen, weil wir genau wissen, was wir hier tun.

derausbildungsatlas.de
meine-ausbildung-in-deutschland.de/

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