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In eigener Sache
„Das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer ist großartig!“

Die Berufsorientierung an Schulen ist schon lange einer der Schwerpunkte des Ritterbach Verlags aus Erftstadt. Geschäftsführer Markus Ritterbach zeigt, wohin die Reise geht.

Herr Ritterbach, wie kam es dazu, im Verlag den Bereich Berufsorientierung auf- und dann auszubauen?

Wir sind hier in NRW seit vielen Jahren Partner des Ministeriums und der Schulen, was den Berufswahlpass betrifft, hier haben wir uns immer auch stark eingebracht. Seit einigen Jahren ist der Fachkräftemangel aber mehr denn je und aus gutem Grund in aller Munde, immer mehr Unternehmen suchen verzweifelt Nachwuchs. Natürlich ist das Thema Berufsorientierung an fast allen Schulen längst etabliert, dennoch fällt der endgültige Schritt in einen Ausbildungsberuf, vor allem im Handwerk, vielen jungen Menschen schwer. Warum ist das so? Was könnte den Jugendlichen helfen? Wir machen uns ständig Gedanken darüber. Und dann natürlich auch darüber, welchen Beitrag wir leisten können.

Haben Sie auch Befragungen durchgeführt?

Ja, und nicht nur einmal. Und die Ergebnisse sind durchweg spannend. In der letzten Umfrage des Verlags gab annähernd die Hälfte der Schulabgängerinnen und -abgänger an, sich nicht gerne mit dem Thema „Wie gestalte ich mein Leben nach der Schule“ auseinanderzusetzen. Zwei Gründe wurden immer wieder genannt, der erste: Die Jugendlichen sind aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten überfordert. Und zweitens: Es ist für sie schwierig, eine Entscheidung zu treffen, die ihr ganzes Leben beeinflusst.

Wie kann ein Verlag hier helfen?

Unsere Befragungen haben zudem ergeben, dass der Einfluss von Eltern und berufsberatenden Lehrerinnen und Lehrern auf die jungen Menschen nicht zu unterschätzen ist. Sie sind bei der Berufsorientierung oft die ersten Ansprechpartnerinnen und -partner. Vor allem die Lehrkräfte leisten hier wertvolle Arbeit. Das Engagement, das wir erleben, ist großartig. Warum wir? Wir verstehen uns im Verlag als Brückenbauer zwischen der Schul- und der Arbeitswelt und haben jede Menge Know-how auf diesem Gebiet, mit dem wir die Schulen praxisorientiert unterstützen möchten.

Im letzten Jahr sind Sie mit YoloMio an den Start gegangen. Warum ein Videoportal?

Die Entstehung unseres Portals YoloMio ist ein gutes Beispiel für das leidenschaftliche Engagement der Beratungslehrkräfte. Mit viel Herzblut haben wir gemeinsam mit ihnen und interessierten Jugendlichen diese Plattform für Ausbildungsplätze und duale Studiengänge entwickelt. Die Interessen und Erfahrungen aller Beteiligten wurden berücksichtigt – entstanden ist daraus eine Art „Netflix für den Ausbildungsmarkt“. Die Jugendlichen müssen sich bei YoloMio nicht mehr durch immer gleich aussehende, langweilige Stellenanzeigen quälen, sondern informieren sich über unterhaltsame Kurzvideos und können sich sofort digital bewerben. Wir holen sie da ab, wo sie sich häufig aufhalten: im Netz. Ganz wichtig dabei: YoloMio ist für die Schülerinnen und Schüler kosten- und werbefrei und ohne jede Registrierung nutzbar.

Sie sprechen vom großartigen Engagement der Lehrerinnen und Lehrer. Woran machen Sie das fest?

In unseren Gesprächen mit Lehrkräften erleben wir häufig eine Leidenschaft, die weit über die reine „Joberfüllung“ hinausgeht. Viele betrachten es als persönliche Aufgabe, alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger „unterzukriegen“. Da wird auch privat hinter Arbeitgebern her telefoniert oder mit dem Schüler oder der Schülerin die eine oder andere Messe besucht. Das Engagement ist sehr vielfältig und wirklich sehr hoch.

Was wünschen Sie sich beim Thema Berufsorientierung in den Schulen?

Alle sprechen vom Fachkräftemangel. Für mich wäre es wünschenswert, wenn viel mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber genauer zuhören, welche Erfahrungen berufsberatende Lehrerinnen und Lehrer an Schulen machen. Außerdem fehlt häufig die Wertschätzung. Das heißt nicht, dass für Lehrkräfte auf dem Balkon geklatscht wird. Wir wünschen uns mehr Unterstützung bei ihrer wichtigen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Schul- und Arbeitswelt sollten stärker zusammenwachsen. Das käme der gesamten Gesellschaft zugute.

Vielen Dank für das Gespräch!

www.yolomio.de

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