Berufsorientierung an Schulen: Kurt-Körber-Gymnasium, Hamburg
„Die Anzahl der Rückfragen bei Unklarheiten ist deutlich zurückgegangen“

Mit dem Versand der BO[plus]-Herbstausgabe baten wir die Schulen, in der nächsten Ausgabe von ihrer BO-Arbeit zu berichten. Bei uns meldeten sich Veli Akyildiz und Merle Liau vom Kurt-Körber-Gymnasium in Hamburg, beide sind für die BO-Koordination verantwortlich.
Herr Akyildiz, Frau Liau, Wie haben Sie das Thema Berufsorientierung an Ihrer Schule organisiert?
Veli Akyildiz: Sie ist als durchgängiges Konzept von der Mittel- bis zur Oberstufe verankert. Wir verstehen BO nicht als Einzelmaßnahme, sondern als langfristigen Entwicklungsprozess. Zu Beginn jedes Schuljahres teilen wir uns die Arbeit im BO-Team auf – je nachdem, wer in welchen Jahrgängen unterrichtet und wo die jeweiligen Anknüpfungspunkte im Fachunterricht liegen. So schaffen wir klare Zuständigkeiten, vermeiden Doppelstrukturen und stellen sicher, dass jede Jahrgangsstufe kontinuierlich begleitet wird. Bestimmte Formate organisieren wir gemeinsam, zum Beispiel unseren „Berufemarkt“. Dort berichten Ehemalige des KKGs von ihrem beruflichen Werdegang und geben authentische Einblicke in Studium, Ausbildung und Berufspraxis. Der direkte Austausch auf Augenhöhe wirkt besonders motivierend, weil die Schüler:innen konkrete Lebenswege kennenlernen und Fragen offen stellen können. Gleichzeitig stärkt das die Bindung zwischen Schule und Alumni-Netzwerk.
Das ist eine ganze Menge Arbeit, wie haben Sie das organisiert?
Merle Liau: Wir sind sehr digital aufgestellt: Über E-Mails, Moodle-Kurse und ein Miro-Board bündeln wir Informationen, Materialien und Termine. Das schafft Transparenz für Schüler*innen, Kollegium und Eltern. Inhalte bleiben langfristig verfügbar, Prozesse werden nachvollziehbar dokumentiert und Absprachen im Team effizienter. Zudem ermöglicht uns die digitale Struktur, flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren und Veranstaltungen auch hybrid vorzubereiten oder nachzubereiten.
Welche Vorteile hat es, mit Moodle und Miro-Board zu arbeiten?
Veli Akyildiz: Die Arbeit mit Moodle und dem Miro-Board bietet allen Beteiligten, also Schüler:innen, Lehrer:innen, Eltern etc. vor allem Struktur, Transparenz und Nachhaltigkeit. Über den Moodle-Kurs der Schüler:innen bündeln wir viele relevante Materialien, Termine, wie etwa Praktikumszeiträume, Informationen zu Praktika, Ausbildung und Studium zentral an einem Ort. Unsere Schüler:innen und Lehrer:innen können jederzeit darauf zugreifen. Zusätzlich dazu gibt es einen Moodle-Kurs für die Tutoren/Tutorinnen und Klassenleitungen, wo u.a. das schulinterne Curriculum und nutzbares Unterrichtsmaterial abgelegt ist. Das Miro-Board nutzen wir erst seit kurzem. Über ein freigegebenes Board können vor allem Eltern und Gäste des KKG, die keinen Zugriff auf den o.g. Moodle-Kurs haben, Einblicke in unsere Arbeit erhalten. So schaffen wir Transparenz auch über die schulinterne Plattform hinaus.
Welches Feedback bekommen Sie von den Schüler*innen? Und gibt es auch Rückmeldungen von den Eltern?
Merle Liau: Unsere Eltern schätzen unsere Arbeit sehr, sofern von unseren BOSO-Aktivitäten erfahren. Ohne eine explizite Einführung in den Moodle-Kurs für die Schüler*innen und Eltern findet kaum wahrnehmbare Arbeit mit diesem Angebot statt. Nach unterrichtlicher Einbindung dafür umso mehr. Dazu lässt sich sagen, dass die Anzahl der Rückfragen bei Unklarheiten deutlich zurückgegangen ist. Zum Miro-Board lässt sich bisher nicht viel sagen. Da es nur über ein Link (in den Moodle Kursen und über den Reiter „Berufs- und Studienorientierung“ auf der Homepage) erreichbar ist, braucht es noch ein wenig Zeit, um Rückmeldung darüber geben zu können.
Möchten auch Sie darüber berichten, was genau die Berufsorientierung an Ihrer Schule ausmacht? Dann schrieben Sie uns eine E-Mail an: boplus@berufsorientierung-plus.de
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